Dienstag, 25. Oktober 2016

Sign of life

I haven't posted anything in over a week now - partly because not a lot happened and partly because I didn't feel like it. But here it is: an update of my life here in Greece. Actually, it's only a summary of the three "highlights" of the past week. 

Last Friday night we went to a tavern because it was the beginning of the weekend and nobody felt up to cook. The most popular food here: Pita. It's really similar to a Kebap, a flat bread stuffed with meat, vegetables and fries (yes, fries as a stuffing and not as a side). Additionally, it's really, really cheap, so it's one of our favourite things to eat. The price is somewhere between 1,50€ and 2,00€. However, I didn't order that but decided to eat the cheese fries. I promise, next time I'll try something Greek.


On Saturday morning we went to the city. On weekends "in the morning" means taking a bus at 11.40am for us. Reason for our "early start in the day" was that the shops are only open until 2.30pm in the wintertime. The bus ride from Vrontados to Chios took about 20 minutes and the ticket was only 1,60€.





For about two hours we split into two groups, because everyone needed to buy something different. I was looking for birthday presents and a post office. But we also visited crafts stores and jewellery stores. Later we ate at a nice café/restaurant. The view of Chios' alleys was really nice and made our visit there even nicer and cozier.



Probably the most interesting information for everyone: the weather here. I can say that I've noticed it getting a lot cooler compared to when I first came here. We didn't go swimming for a few weeks now and the wind is getting stronger and stronger. The temperature is somewhere between 17° and 21° C. Despite the wind, I enjoy sitting outdoors and watching the ocean or losing myself in a good book. 

Lebenszeichen

Da ich mich jetzt schon über eine Woche nicht gemeldet habe - teils aus Ereignislosigkeit, teils aus Lustlosigkeit - jetzt endlich wieder ein Lebenszeichen aus Griechenland. Eigentlich gibt es aus der gesamten letzten Woche nur drei "Highlights" zu berichten.

Am Freitagabend gingen wir in eine Taverne im Hinblick aufs Wochenende und weil keiner unbedingt etwas in der Küche zaubern wollte. Das beliebteste Fast Food hier: Pita. Man kann sich das so ähnlich wie Kebap vorstellen, also ein Teigfladen gefüllt mit etwas Fleisch, Gemüse und Pommes (ja, Pommes als Füllung und nicht als Beilage). Da es zudem noch sehr, sehr günstig ist, ist Pita ein Lieblingsessen von uns nicht gerade reichen Freiwilligen. Der Preis liegt irgenwo zwischen 1,50€ und 2,00€. Ich selber hab allerdings nicht das typisch griechische Essen genossen, sondern mir Pommes mit Käse bestellt. Etwas wirklich Griechisches probier ich dann nächstes Mal. 


Am Samstag fuhren wir dann morgens in die Stadt. Am Wochenende bedeutet "morgens" übrigens für uns, den Bus um 11.40 Uhr zu nehmen. Grund für den "wahnsinnig frühen Start in den Tag" war, dass die Geschäfte hier zumindest in der Winterzeit nur bis 14.30 Uhr offen haben. Die Fahrt von Vrontados nach Chios dauerte rund 20 Minuten und ein Ticket kostet nur 1,60€.


Für zwei Stunden teilten wir uns dann auf, damit jeder in Ruhe die gewünschten Dinge kaufen konnte. Wir Mädels waren auf der Suche nach Geburtstagsgeschenken und einer Post. Hängen blieben wir dann natürlich auch in Bastelläden und Schmuckgeschäften. Die meisten Modegeschäfte ließen wir dieses Mal aber einfach links liegen.Später gingen wir dann in ein nettes Café/Restaurant essen. Der Blick in die netten Gassen von Chios machte den Besuch noch netter und angenehmer.




Interessant ist wahrscheinlich auch für jeden, wie denn das Wetter hier (noch) so ist. Es lässt sich sagen, dass es merkbar kühler geworden ist, seit ich angekommen bin. Wir waren schon seit Wochen nicht mehr im Wasser und der Wind weht immer stärker. Temparaturmäßig schwanken wir meist zwischen 17° bis 21°, doch mit dem Wind fühlt sich das oft viel kälter an. Trotzdem genieße ich es noch immer, draußen zu sitzen und das Meer zu beobachten oder mich in ein Buch zu vertiefen. 

   
Vielleicht kann ich auch ein paar Sonnenstrahlen nach Österreich senden, dort soll es ja nicht mehr so warm sein - dafür nehmen wir hier auch gern ein paar Regenwolken.

Montag, 17. Oktober 2016

Taking walks

Last weekend I finally got to appreciate the beautiful nature surrounding me on Chios. You should know that our city Vrontados is situated on a small strip of land between the ocean and some mountains. So there's only two possibilities: taking walks at the sea or climbing the mountain. Well, last weekend we did both.

On Saturday evening Kalliopi (my only female ally here) and I went to the ocean because we just felt like it. It was a beautiful night at full moon and we were delighted to see the sparkling water and the lights in the distance.


Well, as girls are, we took advantage of the moon light right away and shot some pictures which were totally worth the confused stares of other people.



On Sunday we decided to climb the mountain together. In the midst of dried bushes, stones and sand we walked up there and found a shady space beneath some trees. We spread our picknick blanket and enjoyed the beautiful view and the peace of this spot.



There are probably a lot more nice places on Chios which we'll discover in the future and I'm looking forward to that.

Spaziergänge

Letztes Wochenende hab ich endlich die schöne Natur hier ausgenutzt und Chios bei Spaziergängen erkundet. Man sollte vielleicht wissen, dass unser Städtchen Vrontados auf einem schmalen Streifen Land zwischen dem Meer und einer Art Gebirge liegt. Es gibt also nur zwei Möglichkeiten: am Meer spazieren oder auf den Berg wandern. Letztes Wochenende hab ich beides genützt. 

Am Samstagabend sind Kalliopi (meine einzige weibliche Verbündete hier) und ich zum Meer gegangen, weil uns einfach danach war. Es war eine traumhafte Nacht mit Vollmond und wir waren ganz verzaubert vom glitzernden Wasser und den vielen Lichtern in der Ferne. 


Wie das mit Mädels eben so ist, haben wir das zauberhafte Mondlicht sofort zum Anlass für ein Fotoshooting genommen.  Die Bilder, die entstanden, waren es aber auch wert, einige verwirrte Blicke von Passanten zu kassieren.



Am Sonntag beschlossen wir dann, alle zusammen den Berg zu besteigen. Mitten in der Wildnis sind wir zwischen vertrockneten Büschen, Steinen und Sand hinaufgewandert und haben uns unter Bäumen ein schattiges Plätzchen mit einem atemberaubenden Ausblick gesucht. Dort haben wir unsere Picknickdecke ausgebreitet und eine Zeit lang die Ruhe des Ortes genossen.



Wahrscheinlich gibt es aber noch viele mehr schöne Orte auf Chios, die es noch zu entdecken gilt. Eins kann ich mit Sicherheit sagen: das waren nicht unsere letzten Spaziergänge. 

Donnerstag, 13. Oktober 2016

A new year

For the first time (even though I've already spent more than six months of my life abroad) I'm celebrating my birthday in another country - far away from my family. It is sad and exciting at the same time. Thanks to Whatsapp, Facebook & Co. I'm in contact with all of my loved ones but a virtual hug just can't compare to a real one. Nevertheless, I'm happy that I can celebrate with my new friends here in Greece.

Yesterday we spent our afternoon in the kitchen with chocolate, chocolate and even more chocolate. However, our oven only knows "On" and "Off", so the cake didn't turn out as expected. It was so thin, we couldn't cut it into two pieces and therefore decided to make just half a cake out of it. In the end it was really good and the appearance didn't matter at all.

Oreo praline


(Half a) Death by Chocolate



In the evening we went to a bar together. "Kafekouti" is apparently the only bar around here and not that cheap. But it offers a lovely view of Vrontados.




Many thanks to everyone who thought about me today. Your words, hugs and songs made my day. To a year of new experiences!

Neues Lebensjahr

Zum ersten Mal (und das obwohl ich jetzt schon mehr als sechs Monate meines Lebens im Ausland verbracht habe) feiere ich meinen Geburtstag nicht daheim mit der Familie. Es ist irgendwie ein seltsames Gefühl, traurig und aufregend zugleich. Dank Whatsapp, Facebook & Co. bin ich zwar in Kontakt mit all meinen Lieben daheim, aber eine virtuelle Umarmung ersetzt eine echte eben doch nicht ganz. Trotzdem bin ich glücklich hier und freue mich, mit meinen neuen Freunden feiern zu können. 

Damit wir heute auch eine Torte zum Anschneiden haben, haben wir gestern den Nachmittag in unserer Küche verbracht und uns mit Schokolade, Schokolade und noch mehr Schokolade beschäftigt. Da unser Ofen nur die Einstellungen "Ein" und "Aus" kennt, war das Ergebnis aber nicht das erwartete und aus einer ganzen Torte wurde kurzerhand eine halbe. Der Boden war einfach zu dünn zum Halbieren. Im Endeffekt machte die Torte aber ebenso glücklich und satt, als wäre sie eine Ganze gewesen.


Oreopralinen


(Half a) Death by Chocolate



Am Abend gingen wir dann gemeinsam in eine Bar, um den Tag nett ausklingen zu lassen. "Kafekouti" ist anscheinend "die einzige Bar" hier und nicht ganz günstig. Dafür durften wir einen bezaubernden Nachtausblick auf Vrontados genießen. 




Danke an alle, die heute an mich gedacht haben und mir den Tag mit Gesang, Worten und virtuellen sowie echten Umarmungen versüßt haben. Auf ein Jahr voller neuer Erfahrungen und Erlebnisse!

Mittwoch, 12. Oktober 2016

A slightly strange experience

Because he recently found an old air rifle, a few days ago our organizer Dimitris asked us if we wanted to learn how to use it. Well, today - just a few feet from our house - we tried it. Our aims: empty bottles and cans.

After being told the safety instructions we were already allowed to shoot. At first I did it cautiously, but after a few shots we all started to like it. We were delighted about every hit and learnt how to load the rifle and how to aim correctly. We were even allowed to use a small gun.



If you examine the second picture closer, you might also see that it covers the exact moment when I hit a bottle.

It might be a little weird but also an experience that nobody can ever take from me and that I will never forget.

Ein etwas anderes Erlebnis

Weil er zuhause zufällig auf ein altes Luftgewehr gestoßen war, kam vor Kurzem ganz unerwartet ein Vorschlag von unserem Organisator Dimitris: das Schießen mit diesem Gewehr zu lernen. So fanden wir uns heute wenige Meter von unserem Haus entfernt zwischen verlassenen Ruinen von nie fertiggestellten Rohbauten mit einem Gewehr in Händen. Unser Ziel: leere Plastikflaschen und Dosen. 

Einige kurze Sicherheitshinweise später durften wir schon schießen. Zunächst drückte ich den Abzug zögerlich durch, doch schon bald fanden wir alle Gefallen daran. Wir freuten uns über jeden Treffer und lernten, das Gewehr zu laden und richtig zu zielen. Auch mit der kleinen Handpistole durften wir probeweise einmal in die Luft feuern.




Wenn man ganz genau hinsieht, kann man sehen, dass das Bild genau den Moment einfängt, in dem ich eine Flasche getroffen habe. 

Es mag zwar etwas sonderbar sein, aber sicherlich eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergesse oder wiederholen kann.

Dienstag, 11. Oktober 2016

You never stop learning

Even though I've only been at the primary school here for two weeks, I have already learnt a lot and discovered new things.

It is quite normal for Austrian students to have a fire drill at least once a year. A slightly different thing is what I experienced here: an earthquake drill. I had never heard of that before. Okay, maybe an island in the middle of the ocean has a bigger risk of earthquakes than our beautiful Austria, but still I wouldn't have expected something like that. Nevertheless, I was grateful that the teachers told us about the drill in the morning because otherwise I wouldn't have known what to do. It went off like that: crawl under the desks - put your hands over your head and leave the building - standing lined up on the sports field. It was an interesting experience that I hopefully won't have to repeart in an emergency.

"The Greek way of life" is the personnel situation at our school. Almost a month after the beginning of the school there are still a few teachers missing, because the government works on that really slowly. Hence, the time table is not ready neither.

Today I was able to admire a very special event: the pairing of sixth year and first year students. The primary school is attended by children from six to twelve years and there are six classes. To establish a relation between the "old" and "new" students, they drew who would be paired with whom. Together they went outside then to play games to gain the trust of each other. For example the younger students had to lead the older (blindfolded) children through an obstacle course.





It doesn't matter if I'm at school, at home in the kitchen or out in the sea on the sailing boat, I never stop learning new things.

Man lernt nie aus

Obwohl ich bisher nur zwei Wochen hier an der Volksschule verbringen durfte, hab ich schon vieles gelernt und einiges neu entdeckt. 

Für jeden Schüler in Österreich ganz "normal": die Feueralarmübung. Von einer etwas anderen Übung, der Erdbebenalarmübung, hatte ich zuvor aber noch nie gehört. Na klar, eine Insel mitten im Meer ist von Erdbeben auch ein wenig mehr betroffen als unser schönes Binnenland Österreich. Trotzdem habe ich mit so etwas nicht gerechnet. Gott sei Dank wurden wir beiden Freiwilligen vorgewarnt und waren nicht ganz unwissend. Ablauf der Übung war wie folgt: unter der Tisch kriechen - mit den Armen schützend über dem Kopf das Gebäude verlassen - in Reih und Glied am Sportplatz aufstellen. Eine interessante Erfahrung, die hoffentlich nicht eine Wiederholung wegen eines Ernstfalles erfährt.

"The Greek way of life" ist auch die Lehrkörperbesetzung an der Schule. Fast ein Monat nach Schulbeginn sind einige Posten, wie der des Kunstlehrers, noch immer nicht besetzt, was an der langsamen Abwicklung von oben liegen soll. Ein genauer Stundenplan kann daher auch noch nicht entworfen werden.

Ein besonderes Erlebnis durften wir heute bestaunen: die Partnerschaft zwischen der sechsten und ersten Klasse. Die Volksschule wird nämlich von Kindern zwischen sechs bis zwölf Jahren besucht, die in sechs Klassen aufgeteilt sind. Um eine Beziehung zwischen den "Alten" und den "Neuen" herzustellen, wurden unter lautem Applaus "Betreuer" für die Erstklässler ausgelost. Gemeinsam spielten sie dann eine Stunde lang draußen Vertrauensspiele. So mussten die jungen Schüler beispielsweise ihre mit Augenbinden versehenen Betreuer über Hindernisse führen. 



Ob in der Schule, zuhause beim Kochen oder im Segelboot am Meer, man lernt nie aus.

Samstag, 8. Oktober 2016

Chios City

This weekend we decided to go to the biggest city on Chios which is named after the island. What we noticed right away: the big collection of vintage cars on the main square. For me the replica of Herbie was the most interesting thing - just too cute!

  

The first thing we did was going to a supermarket where I found a real bargain: Oreo biscuits for just 7 cents. After a confirmation of her boss, the cashier really sold me the bicuits for the small price while laughing about the incident. Afterwards we just strolled through the streets, enjoyed some coffee and ice cream with the slightly exotic flavour mandarin.


 Then we went to Chios Castle which was actually just a big wall from where we could enjoy the view. For the first time I noticed how many refugees there are on Chios and in what condition they have to live in. That's difficult for them as well as for the inhabitants of Chios. The refugees are not allowed to leave the island. In Vrontados I didn't really take notice of that crisis.







Our next destination was a small café which is apparently a favourite of all the volunteers here. I fell in love immediately with the cute decoration.





We finished our adventurous day by sitting at Chios harbour and us girls started singing and sharing favourite songs there. Well, music is what connects people!

Chios City

Wir beschlossen, unser Wochenende zu nutzen, um uns die größte Stadt auf Chios anzusehen. Die Stadt trägt wie die Insel den Namen Chios. Was uns sofort ins Auge fiel: die Oldtimeransammlung am Hauptplatz. Besonders interessant für mich war die Nachbildung von Herbie. Einfach süß!

  

Gleich zu Beginn machten wir einen kurzen Abstecher in einen Supermarkt, wo wir ein erstaunliches Schnäppchen fanden: Oreo Kekse um 7 Cent. Lachend verkaufte mir die Kassierin die Kekse dann wirklich um den ungewollt kleinen Preis, natürlich mit der Bestätigung vom Chef.  Danach bummelten wir durch die Straßen, genossen Kaffee und Eiscreme, auch mit der etwas exotischen Sorte Mandarine.


Schließlich gingen wir zum Chios Castle, welches im Prinzip nur eine Mauer ist und genossen den Ausblick aufs Meer. Zum ersten Mal bemerkte ich auch, wie viele Flüchtlinge sich auf Chios befinden und in welchem Zustand sie dort leben. Das ist gleichermaßen für die Einwohner von Chios als auch für die Flüchtlinge, die die Insel nicht verlassen dürfen, schwierig. In Vrontados ging diese Krise an mir allerdings bis jetzt unbemerkt vorüber.







Ein kleines Café, das für die anderen Freiwilligen wohl Fixpunkt fast jedes Stadtbesuchs ist, war unser nächstes Ziel. In die süße Einrichtung hab ich mich sofort verliebt.





Der Abschluss des Abends war ein gemütliches Zusammensitzen im Hafen von Chios, das schließlich für uns Mädels in einer kleinen Singstunde ausartete. Musik verbindet und bewegt eben!